November 2026

Eigentlich begeben wir Gärtner uns ab November in den Vorwinterschlaf, ist es doch sinnvoll den Ziergarten nicht radikal aufzuräumen um Insekten, Igeln, Vögeln und weiteren eventuellen Gartenbewohnern das Überleben im winterlichen Garten zu erleichtern. Deshalb werden viele Blütenstängel erst im Frühjahr entfernt.

Aber es gibt Manches, dass wir trotzdem vor der Winterpause noch erledigen können, bzw. auch sollten. Pfingstrosenlaub, sowie die verblühten Stängel von Phlox und Herbstastern sollten wegen möglichem Pilzbefall, vor allem Mehltau, im Herbst abgeschnitten und am besten über die Biotonne entsorgt werden. Warum die Biotonne und nicht der eigene Kompost?  Weil in Kompostierwerken der Bioabfall bei höheren Temperaturen verrottet als im heimischen Komposthaufen, und so mögliche Schaderreger besser abgetötet werden. Und wenn ich die Stauden nicht zurückschneide, überwintern die schädlichen Pilzsporen in der Erde und können im Frühjahr den Neuaustrieb wieder befallen.

Auch im Gemüsegarten werden abgeerntete Pflanzen so bald wie möglich entfernt, aus den gleichen Gründen. Wegen möglicher Krankheitsübertragung muss zusätzlich im neuen Jahr ein Fruchtwechsel auf Beeten und in Töpfen eingehalten werden. Nach den ersten Frösten kann man auch die Dahlienknollen ausgraben, leicht abtrocknen lassen und luftig in frostfreien Garagen fürs nächste Jahr einlagern. Kastanienlaub muss, wenn Miniermottenbefall vorliegt auch unter den Bäumen und auf Rasenflächen entfernt werden. Auch hier gilt, nicht auf den Kompost, sondern besser zum Wertstoffhof bringen. Sollte man an anderen Bäumen oder Sträuchern Schadbilder entdecken ist es ratsam Blätter (Sternrußtau bei Rosen), befallene Zweige (Monilia-Spitzendürre) aus dem Garten zu entfernen.

Und immer beachten, nach Pflegemaßnahmen im Garten bei denen unser Werkzeug eventuell Kontakt mit Krankheitserregern hatte desinfizieren. Das mache ich mit Spiritus, den ich in alte Pumpfläschchen fülle und damit die Gartenschere, Heckenschere und auch Laubrechen einsprühen kann. Und denkt auch daran die Gartenhandschuhe sind Überträger von Pilzkrankheiten. Gründliche Vorsorge vermeidet die Verwendung von zahlreichen Pflanzenschutzmitteln.

Und im zeitigen Herbst ist es auch, sollte man keine Katze als Assistent haben, ratsam Fallen gegen Wühlmäuse aufzustellen. Aber Vorsicht, zuerst muss man herausfinden wer unter den kleinen Erdhügeln gräbt, Maulwürfe dürfen nicht getötet werden. Sie gelten als Nützlinge, da sie unter der Erde Schädlinge vertilgen. Wühlmäuse dagegen leben von Pflanzenwurzeln, wie ihr sicher wisst.

Es besteht also keine Gefahr, dass wir im November unter mangelndem Garten-Workout leiden. 

Servus  

eure    Gitti 

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