Wenn ich mich so bei meinen Nachbarn links und rechts umsehe, also nicht aus dem Wohnzimmerfenster, sondern mehr über einige Landesgrenzen hinweg, denke ich mir manchmal, warum reden die nicht mal miteinander, dann wäre vielleicht ein friedlicheres Miteinander möglich. Sogar Bäume kommunizieren da mehr untereinander als manche Politiker. Ihr glaubt das nicht?
Die in Afrika beheimateten Schirmakazien warnen sich gegenseitig vor Tieren. Wie funktioniert das?

Die bis zu 20 Meter groß werdenden Bäume wachsen schirmförmig, um den Blättern eine optimale Position für die Photosynthese zu bieten. Aber auch Tiere, die an den Ästen knabbern, tragen zum schirmartigen Aussehen bei. Ja und dieses Knabbern führt nach etwa 15 min dazu, dass der Baum vermehrt Tannine in die Blätter transportiert. Diese sind für die fressenden Tiere, wie Elefanten und Giraffen giftig und führt dazu, dass die Tiere zum nächsten Baum weiterziehen. Nun sind diese Bäume anscheinend sehr sozial eingestellt. Gleichzeitig mit der Erhöhung der Tannin Werte verströmen sie einen gasförmigen Botenstoff.
Ethen ist farblos, hochentzündlich und riecht süßlich. Alle anderen Schirmakazien im Umkreis von 50 Metern beginnen nun die Tannin Werte in ihren Blättern zu erhöhen um der Tierwelt von vorneherein, die Lust am Knabbern zu verderben. Die Kollegen wurden erfolgreich gewarnt. Der Haken an der Sache ist nur, dass das Ethen mit dem Wind weitergetragen wird und die Tierwelt das ausnutzt, um ihre Buffett Wanderung gegen die Windrichtung auszuführen. Es dürfte sich aber ein gewisses Gleichgewicht bilden.

Forscher haben herausgefunden, dass Ahornbäume ihre Abwehrmechanismen erhöhen, wenn Artgenossen in der Nähe durch Schädlinge befallen werden. Sie wurden durch Blattduftstoffe gewarnt.
Auch über die Wurzeln kommunizieren die Pflanzen. Sie hören sich, sozusagen zu, wie es dem Nachbarn so geht und entwickeln dann Schutzstrategien, zum Beispiel in Dürrezeiten. Und weil ihre Wurzeln nicht allzu lang sind, gehen sie Partnerschaften mit unterirdischen Pilzen ein. Man hat festgestellt, dass Tomaten, die unterirdisch durch Pilznetzwerke Kontakt zu anderen Tomatenpflanzen, die etwa mit Blattfäule zu kämpfen hatten, selbst widerstandsfähiger waren.
Und manche Pflanzen stoßen in Stresssituationen Klick und Plopp Laute aus. Tomaten und Tabakpflanzen zum Beispiel, wenn sie Wassermangel haben oder beschnitten werden. Diese liegen allerdings im Ultraschallbereich und werden vom Menschen nicht wahrgenommen.
Und auch menschliche Stimmen sollen bei Pflanzen Reaktionen auslösen. Also sprecht mehr mit euren Pflanzen und auch mit euren Mitmenschen. Könnte Stress vermeiden.
Servus
eure Gitti
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PS: Vielen Dank an Frau Gabriele Kronseder, die mir freundlicherweise die beiden Bilder überlassen hat.























